Brennpunkt Klima Schweiz: Folgen und Risiken

Die Schweiz reagiert sehr empfindlich auf den Klimawandel. Im Vergleich zum globalen Mittel ist die Erwärmung im Alpenraum rund doppelt so stark. Der Natur- und Kulturraum Schweiz ist in vielfältiger Weise von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

Brennpunkt Klima Schweiz: Folgen und Risiken
Bild: S. Arnold, ProClim
  • Die langfristige Änderung des Klimas hat Auswirkungen auf das tägliche Wetter. Seit Beginn der systematischen Messungen bis heute (1864–2016) hat sich in der Schweiz die Durchschnittstemperatur um etwa 1,8 Grad Celsius erhöht, global gesehen sind es etwa 0,85 Grad Celsius. Die Winter werden auch wärmer und es regnet auch in höheren Lagen immer öfter statt dass es schneit. Damit verkürzt sich die Schneesaison in den nächsten Jahrzehnten um weitere Wochen. Während es im Winterhalbjahr eher feuchter wird, wird es im Sommer trockener. Die Experten erwarten eine Abnahme der Sommerniederschläge um bis zu 30% bis Ende des Jahrhunderts. Es wird auch heisser. Es gibt schon heutzutage im Sommer rund 10 sehr warme Tage mehr als in den 90er Jahren. Durch unser Verhalten haben wir es aber in der Hand, die zukünftige Entwicklung zu beeinflussen.
  • Mit der Klimaänderung wird das Klima extremer. Die Variabilität des Klimas nimmt mit der Erwärmung zu. Klimaforscher erwarten, dass in Zukunft die starken Niederschläge häufiger und heftiger werden. Im Sommer ist mit häufigeren und längeren Hitzeperioden zu rechnen. Grössere Hitze und weniger Sommerniederschläge um bis zu 30% lassen das Trockenheitsrisiko steigen – und damit auch das Risiko für Wasserknappheit. Insbesondere die Landwirtschaft wird betroffen sein. Eine Steigerung der Bewässerung wird nicht ohne Interessenskonflikte um die Wassernutzung möglich sein.
  • Die Klimaänderung gefährdet unsere Gesundheit. Städte sind häufig Wärmeinseln und machen Hitzeperioden noch stärker spürbar. Häufigere und längere Hitzewellen begünstigen die Anreicherung der Luft mit Ozon und belasten den Körper. Die Hitzebelastung im Sommer 2003 führte beispielsweise zu rund 1000 vorzeitigen Todesfällen. Setzt sich der Klimawandel weiter so fort, wird gegen Ende des Jahrhunderts jeder zweite Sommer mindestens so warm wie derjenige von 2003. Die Erwärmung ermöglicht ausserdem die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern wie der Tigermücke, die sich jetzt auch nördlich der Alpen etabliert hat. Schlechte Nachricht auch für Allergiker und Allergikerinnen: Auch die Pollensaison verlängert sich.
  • Der Gletscher Vadret da Tschierva im Engadin (September 2016). Der starke Rückgang des Eises zeigt sich eindrücklich in der Bildmitte (Seitenmoränen). Seit 1850 ist gut die Hälfte der Gletschermasse in der Schweiz weggeschmolzen. Der Rückgang des Eises legt Schutt und Geröll frei und lässt neue Seen entstehen – dies verändert die Ästhetik der Landschaft. Falls wir das Klima weiterhin so beeinflussen wie bisher, werden im Jahr 2100 nur noch 20 bis 30% der heutigen Eismassen übrigbleiben. Die Schneesaison wird sich um mehrere Wochen verkürzen und die Schneegrenze um mehrere Hundert Meter ansteigen. Infrastrukturen wie Skilifte, die heute auf Permafrostböden stehen, werden ihren stabilen Untergrund verlieren. Auf dem Jungfraujoch auf rund 3500 m ü. M. schmilzt der Permafrost bereits seit einigen Jahren im Sommer. Der Verlust an Schnee und Felsstabilität wird die (Schnee-) Sicherheit in Bergregionen und den Tourismus beeinträchtigen und zu Anpassungen zwingen. Auch die Pflanzenwelt wird sich anpassen müssen – so droht beispielsweise die Fichte aus dem Mittelland zu verschwinden.
  • Das Klima unserer Enkelkinder ist in unseren Händen. Wie würde sich das Klima entwickeln, wenn die Weltbevölkerung ab sofort jedes Jahr weniger Treibhausgase ausstossen würde und im Jahr 2100 kein CO2 mehr in die Atmosphäre gelangen würde? Eine solche Entscheidung würde das Klima unserer Enkelkinder deutlich beeinflussen. Das Klima reagiert träge auf Veränderungen. Die Erwärmung würde in den nächsten Jahrzehnten zwar weiter andauern, sich aber verlangsamen und im globalen Mittel nicht mehr als 2 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit betragen (bisher: global rund + 1°C seit 1850; in der Schweiz +1.8°C). Die Gletscher würden trotzdem noch mindestens die Hälfte ihrer heutigen Masse verlieren. Das Klima würde aber weniger extrem und unsere Gesellschaft weniger stark von Extremereignissen heimgesucht. Auch unsere Ernährungsversorgung durch die Landwirtschaft und unsere Gesundheit wären weniger beeinträchtigt.
  • Die langfristige Änderung des Klimas hat Auswirkungen auf das tägliche Wetter. Seit Beginn der systematischen Messungen bis heute (1864–2016) hat sich in der Schweiz die Durchschnittstemperatur um etwa 1,8 Grad Celsius erhöht, global gesehen sind es etwa 0,85 Grad Celsius. Die Winter werden auch wärmer und es regnet auch in höheren Lagen immer öfter statt dass es schneit. Damit verkürzt sich die Schneesaison in den nächsten Jahrzehnten um weitere Wochen. Während es im Winterhalbjahr eher feuchter wird, wird es im Sommer trockener. Die Experten erwarten eine Abnahme der Sommerniederschläge um bis zu 30% bis Ende des Jahrhunderts. Es wird auch heisser. Es gibt schon heutzutage im Sommer rund 10 sehr warme Tage mehr als in den 90er Jahren. Durch unser Verhalten haben wir es aber in der Hand, die zukünftige Entwicklung zu beeinflussen.Bild: P. Blanc1/5
  • Mit der Klimaänderung wird das Klima extremer. Die Variabilität des Klimas nimmt mit der Erwärmung zu. Klimaforscher erwarten, dass in Zukunft die starken Niederschläge häufiger und heftiger werden. Im Sommer ist mit häufigeren und längeren Hitzeperioden zu rechnen. Grössere Hitze und weniger Sommerniederschläge um bis zu 30% lassen das Trockenheitsrisiko steigen – und damit auch das Risiko für Wasserknappheit. Insbesondere die Landwirtschaft wird betroffen sein. Eine Steigerung der Bewässerung wird nicht ohne Interessenskonflikte um die Wassernutzung möglich sein.Bild: C. Ritz2/5
  • Die Klimaänderung gefährdet unsere Gesundheit. Städte sind häufig Wärmeinseln und machen Hitzeperioden noch stärker spürbar. Häufigere und längere Hitzewellen begünstigen die Anreicherung der Luft mit Ozon und belasten den Körper. Die Hitzebelastung im Sommer 2003 führte beispielsweise zu rund 1000 vorzeitigen Todesfällen. Setzt sich der Klimawandel weiter so fort, wird gegen Ende des Jahrhunderts jeder zweite Sommer mindestens so warm wie derjenige von 2003. Die Erwärmung ermöglicht ausserdem die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern wie der Tigermücke, die sich jetzt auch nördlich der Alpen etabliert hat. Schlechte Nachricht auch für Allergiker und Allergikerinnen: Auch die Pollensaison verlängert sich.Bild: C. Ritz3/5
  • Der Gletscher Vadret da Tschierva im Engadin (September 2016). Der starke Rückgang des Eises zeigt sich eindrücklich in der Bildmitte (Seitenmoränen). Seit 1850 ist gut die Hälfte der Gletschermasse in der Schweiz weggeschmolzen. Der Rückgang des Eises legt Schutt und Geröll frei und lässt neue Seen entstehen – dies verändert die Ästhetik der Landschaft. Falls wir das Klima weiterhin so beeinflussen wie bisher, werden im Jahr 2100 nur noch 20 bis 30% der heutigen Eismassen übrigbleiben. Die Schneesaison wird sich um mehrere Wochen verkürzen und die Schneegrenze um mehrere Hundert Meter ansteigen. Infrastrukturen wie Skilifte, die heute auf Permafrostböden stehen, werden ihren stabilen Untergrund verlieren. Auf dem Jungfraujoch auf rund 3500 m ü. M. schmilzt der Permafrost bereits seit einigen Jahren im Sommer. Der Verlust an Schnee und Felsstabilität wird die (Schnee-) Sicherheit in Bergregionen und den Tourismus beeinträchtigen und zu Anpassungen zwingen. Auch die Pflanzenwelt wird sich anpassen müssen – so droht beispielsweise die Fichte aus dem Mittelland zu verschwinden.4/5
  • Das Klima unserer Enkelkinder ist in unseren Händen. Wie würde sich das Klima entwickeln, wenn die Weltbevölkerung ab sofort jedes Jahr weniger Treibhausgase ausstossen würde und im Jahr 2100 kein CO2 mehr in die Atmosphäre gelangen würde? Eine solche Entscheidung würde das Klima unserer Enkelkinder deutlich beeinflussen. Das Klima reagiert träge auf Veränderungen. Die Erwärmung würde in den nächsten Jahrzehnten zwar weiter andauern, sich aber verlangsamen und im globalen Mittel nicht mehr als 2 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit betragen (bisher: global rund + 1°C seit 1850; in der Schweiz +1.8°C). Die Gletscher würden trotzdem noch mindestens die Hälfte ihrer heutigen Masse verlieren. Das Klima würde aber weniger extrem und unsere Gesellschaft weniger stark von Extremereignissen heimgesucht. Auch unsere Ernährungsversorgung durch die Landwirtschaft und unsere Gesundheit wären weniger beeinträchtigt.Bild: ProClim5/5
Brennpunkt Klima Schweiz - Die Klimaentwicklung in der Schweiz und deren Folgen

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  • Auswirkungen der Klimaänderung