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Neue Züchtungstechnologien: Wie sinnvoll regulieren?

Der Bundesrat will Pflanzen aus neuen Züchtungstechnologien regulieren und hat dafür einen Gesetzesvorschlag präsentiert. Die Akademien nahmen unter der Leitung des Forums Genforschung Stellung.

Ernährung (Symbolbild)
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Ernährung (Symbolbild)Image: Valery Evlakhov, stock.adobe.com
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Diesen und weitere Artikel finden Sie im Jahresbericht 2025 der SCNAT.

Auf die Schweizer Landwirtschaft kommen in den nächsten Jahrzehnten viele Herausforderungen zu. Durch den Klimawandel werden sich Pflanzenkrankheiten stärker verbreiten und die Anbaubedingungen werden schwieriger. Gleichzeitig soll der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduziert werden. Hier könnten die sogenannten Neuen Züchtungstechnologien einen Beitrag leisten. Dabei werden mit molekularbiologischen Werkzeugen wie CRISPR/Cas, gezielte Änderungen am Genom der Pflanzen vorgenommen, damit diese etwa resistenter gegen eine Krankheit werden. Diese Verfahren unterliegen in der Schweiz dem Moratorium für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Im April 2025 legte der Bundesrat auf Anweisung des Parlaments nun den Entwurf des Neuen Züchtungstechnologiengesetzes (NZTG) vor. Für die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben elf Fachleute unter der Leitung des Forums Genforschung den Entwurf geprüft und eine Stellungnahme erarbeitet.

Die Akademien empfehlen darin, das Gesetz an zentralen Stellen anzupassen. Insbesondere sollte nicht entscheidend sein, wie eine neue Pflanze gezüchtet wurde, sondern welche Eigenschaften sie besitzt. Denn diese Eigenschaften entscheiden schlussendlich, welche Auswirkungen eine Pflanze auf Mensch und Umwelt hat. Da sich viele der Veränderungen nicht von natürlichen Mutationen oder konventioneller Züchtung unterscheiden lassen, stellt sich auch die Frage, wie die Vorgaben zu Transparenz und Trennung der Warenströme umsetzbar sind. Ausserdem soll auch die Patentfrage mitdiskutiert werden.

Michael Kümin

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