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Pfeiler der Krebstherapie

Physikalisches Wissen bildet eine wichtige Grundlage bei der Erkennung und Behandlung von Krankheiten. Die Medizinphysikerin Stephanie Tanadini-Lang nutzt ihre Ausbildung als Medizinphysikerin bei der Bestrahlung von Krebspatientinnen und -patienten am Universitätsspital Zürich.

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Image: Benedikt Vogel

Das Videoporträt befindet sich unten.

Tumorerkrankungen werden mit Operationen und Medikamenten behandelt, aber auch mit Bestrahlung. Dabei wird hochenergetische Strahlung aus einem Teilchenbeschleuniger auf das Krebsgewebe gelenkt und dieses zerstört. Damit kann die Erkrankung geheilt oder verzögert werden. Eine Bestrahlung erfordert viel Expertise; sie muss mit der richtigen Dosierung erfolgen und darf das gesunde Gewebe nicht beeinträchtigen. In der Strahlentherapie (Radioonkologie) arbeiten daher Ärzt:innen mit speziell geschulten Fachleuten aus der Medizinphysik zusammen.

Am Universitätsspital Zürich leitet Stephanie Tanadini-Lang ein Team aus zehn Medizinphysiker:innen, sechs Dosimetrist:innen und einem Ingenieur. Dieses stellt sicher, dass die Bestrahlung bei den jährlich rund 1700 Patientinnen und Patienten das bestmögliche Ergebnis hervorbringt. Stephanie Tanadini-Lang ist die Tochter eines Ingenieurs und einer Bankkauffrau. Sie wurde auf der Schwäbischen Alb gross, studierte später Physik an der Universität Konstanz. Mit einem dreijährigen Nachdiplomstudium an der ETH Zürich und am Universitätsspital Zürich bildete sie sich zur Medizinphysikerin weiter.

«Das Schöne an der Medizinphysik ist, dass man die akademische Welt nie komplett verlässt», sagt Stephanie Tanadini-Lang. Die Medizinphysik nutzt nämlich immer wieder neues Wissen, um die Methoden zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten weiter zu verbessern. Im Fall von Frau Tanadini-Lang ergibt sich die Anbindung an die akademische Welt auch aus ihrer Weiterbildung: Parallel zu der Spitaltätigkeit legte sie in ihrem Fach eine Promotion und Habilitation ab, so dass sie heute an der Universität Zürich auch als Dozentin tätig ist und Doktoranden betreut. Zudem hat sie in den letzten Jahren mehrere Forschungsprojekte unter anderem zu Lungen- und Hirntumoren betreut. Die Publikationsliste der 40-jährigen umfasst nicht weniger als 99 wissenschaftliche Arbeiten.

Frau Tanadini-Lang lebt mit ihrem Mann und drei kleinen Töchtern (3, 5 und 7 Jahre alt) in Wettswil am Albis, etwas ausserhalb der Stadt Zürich. Nach der Geburt jeder Tochter nahm sie sich vier Monate Elternzeit, um dann wieder in den Beruf zurückzukehren. Ihre freie Zeit verbringt sie gerne mit der Familie in den Bergen beim Klettern, Wandern und Skifahren.

Autor: Benedikt Vogel

Einige persönliche Fragen an Stephanie Tanadini-Lang

Wo möchten Sie leben?
Ich lebe gerne in der Schweiz

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fast alle ausser meine eigenen

Ihr/e liebste/r Romanheld/in?
Asterix und Obelix

Ihr/e Lieblingsmaler/in?
Mein Bruder Simon, W. Kandinsky, Paul Klee

Ihre Lieblingstugend?
Toleranz, Nächstenliebe, Umsicht

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Zeit mit meiner Familie verbringen

Ihr Hauptcharakterzug?
Gelassen

Ihre Lieblingsfarbe?
Türkis

Ihre Lieblingsblume?
Sonnenblumen

Wie möchten Sie gern sterben?
Ohne Leid für die anderen

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Gespannt was die Zukunft bringt

Ihr Motto?
Behandele die anderen immer so, wie du auch behandelt werden möchtest

Naturwissenschaften öffnen Türen - mit Stephanie Tanadini-Lang

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