Global Tipping Points Report 2025
Das großflächige Absterben von Korallenriffen markiert laut einem neuen Bericht von 160 Forschenden den weltweit ersten Klimakipppunkt, der bereits erreicht wurde. Der Global Tipping Points Report 2025 benennt die wachsenden Risiken für zentrale Systeme der Erde, von Gletschern und Eisfeldern bis hin zu Meeresströmungen, Eisschilden und Regenwäldern. Die Universität Exeter veröffentlichte den Bericht unter Mitwirkung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und 85 weiterer Institutionen.
Der Report beleuchtet die Risiken, Folgen und politischen Herausforderungen von Kipppunkten in Systemen unterschiedlicher Größen, von lokal wirkenden wie Gletschern und kleinen Eisfeldern bis hin zu kontinental und global bedeutenden, wie Meeresströmungen, polaren Eisschilden und dem Amazonas-Regenwald. Die derzeitige globale Erwärmung von etwa 1,3 bis 1,4 °C liegt bereits über dem geschätzten Kipppunkt für Warmwasser-Korallenriffe. Weitere kritische Komponenten des Erdsystems, darunter der Permafrostboden, der grönländische und der westantarktische Eisschild sowie der subpolare Wirbel, könnten ihre Kipppunkte bereits erreichen, wenn die globale Erwärmung die 1,5 °C-Marke knapp überschreitet.

