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Hochwasserschutz in der Schweiz

Von der Gefahrenprävention zu risikobasierten Massnahmen

Der Hochwasserschutz hat sich seit dem 19. Jh. markant gewandelt. Die Hochwasser von 1868, 1987 und 2005 spielten dabei eine entscheidende Rolle. Analysewerkzeuge des Mobiliar Labs für Naturrisken erlauben es, den Wandel zu verfolgen, die Defizite zu identifizieren und die eingeleiteten Neuausrichtungen zu beurteilen.

Hochwasserschutz in  der Schweiz – von der Gefahrenprävention zu  risikobasierten Massnahmen
Bild: NGB, 2024

Der Berner Pfarrer und Schriftsteller Jeremias Gotthelf (1797–1854) war nicht nur ein bekannter Schriftsteller, sondern auch ein sorgfältig beobachtender Zeitzeuge. Seine Erzählung «Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837» schildert detailliert den Ablauf dieses katastrophalen Hochwassers: die Starkregen über der Honegg, das Anschwellen des Röthenbachs und der Emme sowie die resultierenden Verwüstungen und Zerstörungen. Treffend, wie er mit der Sage über die Emmeschlange den Ablauf der Hochwasserwelle in der Emme beschreibt: An der Front der zu besonderer Grösse anschwellenden Emme winde sich eine Schlange, «auf ihrer Stirne ein grün Zwerglein tragend, welches mit mächtigem Tannenbaum ihren Lauf regiere.» Dieses Bild symbolisiert die für die Emme typischen Hochwasser mit steiler Wasserfront, die durch kurze, aber sehr intensive Starkregen ausgelöst werden.

Autoren: Rolf Weingartner, Rouven Sturny

Seitenangabe: 50-59

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  • Hochwasser
  • Prävention

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