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Energieforschung noch breiter ausrichten

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz begrüssen den heutigen Entscheid des Bundesrats, das Energieforschungsprogramm SWEET umzusetzen. Die allgemeine Richtung stimmt, sagt die erweiterte Energiekommission der Akademien. Der Beitrag zur Realisierung der Energiestrategie 2050 könne jedoch verstärkt werden durch die ganzheitliche Betrachtung von technologischen, ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten. Der Einbezug der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik in die Forschungsaktivitäten sollte deshalb Bedingung sein.

Strommasten

Die erweiterte Energiekommission der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat nach Abschluss der Nationalen Forschungsprogramme zur Energie (NFP 70/71) und der Forschungskompetenzzentren im Energiebereich (SCCERs) ein Konzept für die zukünftige nationale Energieforschung erstellt. Das Bundesamt für Energie (BFE) nimmt im Programm SWEET einen grossen Teil der Empfehlungen auf. So fokussiert das Programm auf grössere Konsortien mit Beteiligung verschiedener Forschungseinrichtungen, Disziplinen und des Privatsektors. Zudem sind mehrere kompetitive Ausschreibungen mit ausreichend langen Zeithorizonten geplant, um konkrete Fragestellungen im Rahmen der Energiestrategie 2050 zu klären. Auch die geforderten Pilotaktivitäten und Feldstudien sind zu begrüssen.

Im Konzept «Energieforschung 2020+ in der Schweiz – Empfehlungen für die zukünftige programmatische Finanzierung» zeigen die Akademien, dass nur ein systemisches und transdisziplinäres Förderprogramm der Komplexität des zukünftigen Energiesystems mit seinen zahlreichen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Sektoren sowie sozioökonomischen, ökologischen und technologischen Aspekten gerecht werden kann. Die Akademien empfehlen dem Bund und dem BFE, die guten Ansätze des Programms SWEET in die genannte Richtung weiterzuentwickeln.

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