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Flechtengemeinschaften im Wandel der Zeit

An der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) findet dieses Jahr die Einschätzung der Flechten in Gefährdungsstufen der nationalen Roten Liste statt. Im Rahmen dieses Projekts habe ich im Oktober 2023 meine Doktorarbeit an der Universität Bern abgeschlossen. Einige Teile meiner Arbeit fasse ich in diesem Artikel zusammen.

Flechtengemeinschaften im Wandel der Zeit
Bild: NGB, 2024

Flechten sind symbiontische Lebewesen. Das heisst, sie bestehen immer aus mindestens zwei Organismen, nämlich einem Pilz (meist ein Schlauchpilz, seltener ein Ständerpilz), dem sogenannten Mycobionten, und Grünalgen oder Cyanobakterien, den sogenannten Photobionten. Der Pilz ist für die Struktur des Lagers (Flechtenkörpers) verantwortlich und schützt die Photobionten vor Frass und starker UV-Strahlung. Im Gegenzug produzieren die Photobionten mithilfe ihrer Photosynthese Zucker und ermöglichen dadurch den Stoffwechsel und das Wachstum der Flechte. Ein Organismus wird erst dann Flechte genannt, wenn durch gemeinsames Wachstum von Myco- und Photobionten das für die Flechtenart typische Aussehen entstanden ist.

Autorin: Gesa von Hirschheydt

Seitenangabe: 60-71

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  • Flechte
  • Rote Liste

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