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Physik-Nobelpreis 2025 für Quantenforschung

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die Quantenforscher John Clarke (Grossbritannien), Michel H. Devoret (Frankreich) und John M. Martinis (USA).

John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis - Gewinner des Physik-Nobelpreises 2025
John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis - Gewinner des Physik-Nobelpreises 2025
John Clarke, Michel H. Devoret und John M. Martinis - Gewinner des Physik-Nobelpreises 2025Bild: Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach
Bild: Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach

Die Quantenmechanik beschreibt, wie es Teilchen gelingt, eine physische Barriere zu durchdringen – dies wird als Tunneleffekt bezeichnet. Sobald jedoch eine grosse Anzahl von Teilchen beteiligt ist, werden quantenmechanische Effekte normalerweise vernachlässigbar. Die Experimente der Preisträger zeigten, dass sich diese Eigenschaften auch im makroskopischen Masstab beobachten lassen. In einem elektrischen Schaltkreis konnten sie quantenmechanisches Tunneln als auch quantisierte Energiezustände in einem System nachweisen, das gross genug ist, um in der Hand gehalten zu werden.

«Es war das erste Mal, dass es gelungen ist, dieses quantenmechanische Tunneln in einem selbst gebauten Schaltkreis zu wiederholen», sagt der Quantenphysiker und Mitglied der Swiss Quantum Commission Patrick Maletinsky von der Universität Basel.

Der diesjährige Nobelpreis für Physik eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung der nächsten Generation von Quantentechnologien – darunter Quantenkryptographie, Quantencomputer und Quantensensoren.

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  • Quantenphysik und -technologie