Treibhausgasemissionen unter verschiedenen sozioökonomischen und klimapolitischen Szenarien für die Schweiz
In der Schweiz hängen der Verbrauch von Ressourcen und der Ausstoss von Treibhausgasen vorwiegend mit den Bereichen Wirtschaft, Energie, Verkehr, Landwirtschaft und Konsum zusammen. Wissenschaftlich fundierte Szenarien und Modelle helfen aufzuzeigen, wie sich diese Emissionen unter verschiedenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entwickeln – und reduziert werden – könnten. Dabei dienen explorative sozioökonomische und klimapolitische Szenarien dazu, mögliche Entwicklungen auszuloten und miteinander zu vergleichen. Die Zukunft lässt sich nicht exakt voraussagen: Mit zunehmendem Zeithorizont und steigender Systemkomplexität nimmt die Unsicherheit zu. Das Denken in "Wenn-Dann-Szenarien" erlaubt es hingegen, Politikentscheidungen besser auf unterschiedliche mögliche Zukünfte abzustimmen.
Ein Szenario ist keine Vorhersage oder Prognose, sondern eine plausible und vereinfachte Beschreibung, wie die Zukunft auf der Grundlage einer kohärenten und in sich konsistenten Reihe von Annahmen über die wichtigsten treibenden Faktoren aussehen könnte. Die Schweiz hat eine lange Tradition von Trendanalysen- und Szenarioentwicklung zur Unterstützung der Politik, unter anderem die Klimaszenarien, die Energieperspektiven, die Verkehrsperspektiven, die Bevölkerungsszenarien, die BIP- und Branchenszenarien, die Langfristperspektiven für die öffentlichen Finanzen sowie auch die prospektiven Arbeiten der Lage- und Umfeldanalyse der Bundeskanzlei.

