Digitalisierung und Klimaschutz: Herausforderung oder Chance?
Diese Studie untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wertschöpfung, Beschäftigung und CO₂-Emissionen. Mit einem makroökonomischen Modell werden unterschiedliche Modellrechnungen in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise Staat, Haushalten, Industrie, Landwirtschaft und Rechenzentren durchgeführt. Es zeigt sich, dass digitale Technologien oft Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit und teilweise Beschäftigung steigern und Materialverbräuche senken können. Dennoch sinken die Emissionen meist nicht – vor allem wegen des wachsenden Energiebedarfs digitaler Infrastrukturen und Rebound-Effekten.
CO₂-Emissionen? Um dieser zentralen Fragestellung nachzugehen und die verschiedenen, schwer abschätzbaren Wirkmechanismen der Digitalisierung zu erfassen, wurden Szenario- Rechnungen mit dem Modellsystem QINFORGE durchgeführt, das auch die Grundlage für das Fachkräftemonitoring des BMAS bildet. In den Szenarien wurden verschiedene für die Digitalisierung relevante Themen abgedeckt, wie z. B. Konsum, Produktionsweisen der Industrie, Arbeitsweisen in Behörden sowie Landwirtschaft. Um die Wirkung der Szenarien darzustellen, wurden die resultierenden Entwicklungen für Wertschöpfung, Lohneinkommen, Arbeitsplätze und CO2-Emissionen analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung nicht immer im positiven Zusammenhang mit der sozial-ökologischen Transformation steht und bspw. auch zu einer Zunahme der CO2- Emissionen führen kann. In einigen Handlungsfeldern können durch staatliche Vorgaben, wie bspw. Recyclingquoten und Kostenersparnisse durch höhere Effizienz jedoch Synergien zwischen Digitalisierung und sozial-ökologischer Transformation gefördert werden. Da der Energieverbrauch die Umweltbilanz der Digitalisierung maßgeblich beeinflusst, ist die Nutzung erneuerbarer Energien essenziell dafür, dass die Digitalisierung zu sinkenden CO2-Emissionen führt. Eine abschließende Antwort auf die Frage der sozialen und ökologischen Wirkungen der Digitalisie


